Handwerkliche Bildung und Förderung

Das Anbieten handwerklicher Bildung und Förderung ist einer der Grundpfeiler von Schloss Schaesberg. Der Wiederaufbau des Schlosses gibt jungen Handwerkern, Schülern, Studenten und freiwilligen Helfern die Gelegenheit, sich in vielen verschiedenen Fachgebieten zu befähigen.

Bildung

Schloss Schaesberg möchte eine Verbindung zwischen den Unterrichts- und Bildungsprogrammen der Grund- und weiterführenden Schulen einerseits sowie dem Projekt- und Programmangebot bei Schloss Schaesberg andererseits schaffen.

Im Hinblick auf den Praxisunterricht wird Stiftung Landgut Schloss Schaesberg ebenso wie in den vergangenen Jahren Praktikumsplätze für Schüler und Studenten der Haupt- und Realschulen, der Berufsschulen sowie der Hochschulen anbieten. Gelegentlich werden wir auch mit Universitäten zusammenarbeiten, beispielsweise bei archäologischen Untersuchungen. Darüber hinaus sucht die Stiftung auch weiterhin die Zusammenarbeit mit Unternehmen, und zwar auf der Grundlage bilateraler Kontakte sowie über Plattformen wie ROP (Verband Restaurierung Bildungsprojekte). Auf diese Weise werden Wissen und Fähigkeiten über Bautechniken aus dem 17. Jahrhundert erworben und lernen die Beteiligten das Schloss und seine Umgebung kennen. Auch in Projekten der Gastronomie, des Marketings oder der Kommunikation können Praktikanten verschiedener Niveaus eingesetzt werden.

Ein wichtiger Teil des Wiederaufbauplans ist die Erschaffung von Ausbildungsplätzen und - auf langfristige Sicht - die Entwicklung eines Wissenszentrums für Wiederaufbau und Restaurierung. Schloss Schaesberg liefert bereits seit Jahren Praktikumsplätze für die duale Berufsausbildung im Bauwesen. Die Lehrlinge werden von Fachleuten, die für das Projekt Schloss Schaesberg tätig sind, begleitet und ausgebildet.

Altes Handwerk

Ein wichtiges Anliegen des Projekts ist es, die Wertschätzung alter Handwerkskünste zu erhöhen. Es gibt immer weniger Menschen mit handwerklichen Fähigkeiten und dieser Mangel an guten Fachkräften wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Ob Steine hauen, Eisen schmieden, zimmern und tischlern oder mittelalterliche Kochkunst - die Demonstrationen bei Schloss Schaesberg wecken bei den Besuchern die Begeisterung für traditionelle handwerkliche Tätigkeiten. Außerdem ist der Nutzen im Aufbau des Schlosses direkt sichtbar. Unsere Ambition, die Handwerkskünste zu fördern, äußert sich auch in der Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen.

Monumente sind Teil unseres Kulturerbes und werden darum in Ehren gehalten und restauriert und erhalten einen neuen Zweck. Doch dafür ist spezialisiertes fachmännisches Können notwendig. Der Fortbestand von Monumenten und auch anderen zum Kulturerbe zählenden Gebäuden hängt von gut ausgebildeten Fachleuten ab, die mit Begeisterung am Wiederaufbau und der Restaurierung dieser Gebäude arbeiten. Zimmerleute, Maurer, Verputzer, Natursteinbearbeiter, Maler, Schmiede und Dachdecker müssen über spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse rund um Wiederaufbau und Restaurierung verfügen. Das Projekt Schloss Schaesberg ist ein Bauprojekt, das sich hervorragend dafür eignet, diese Techniken und Fähigkeiten auf ansprechende Art und Weise zu erlernen und zu demonstrieren. Schloss Schaesberg wurde von der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildung Wirtschaft (SBB) als Ausbildungs- und Arbeitsbetrieb anerkannt.

Die Techniken und Fähigkeiten, die bei Schloss Schaesberg erlernt werden, können später im Bausektor sehr gut eingesetzt werden. Neben den klassischen Techniken für Wiederaufbau und Restaurierung, bei denen es ausschließlich darum geht, Material auf traditionelle Art und Weise herzustellen und zu bearbeiten, wird bei Schloss Schaesberg auch mit modernem Material und zeitgemäßen Techniken gearbeitet. Die historische Art des Bauens wird vor allem während der Öffnungszeiten des Schlosses für Besucher angewendet sowie zu Bildungszwecken; die modernen Bautechniken sind notwendig als Ergänzung, um den Wiederaufbau auch tatsächlich ermöglichen zu können.

Auf dem Bausektor herrscht ein zunehmender Mangel an spezialisierten Fachleuten. Der Fortbestand von Monumenten und anderen zum Kulturerbe zählenden Gebäuden hängt von gut ausgebildeten Fachleuten ab, die mit Begeisterung am Wiederaufbau und der Restaurierung dieser Gebäude arbeiten. Im Projekt Schloss Schaesberg werden spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse rund um Wiederaufbau und Restaurierung entwickelt und gelehrt. Das Projekt bietet aufgrund seiner Dauer und Vielseitigkeit hunderte von Praktikumsplätzen.